Indifferenzlage hilftGestärkte Selbstsicherheit durch selbstbewusste StimmführungSprecherziehung

Die Stimme spiegelt die emotionale Befindlichkeit des Menschen.

Sie ist somit die "persönliche Visitenkarte".

Mit der gebesserten Stimmfunktion wandelt sich der ganze Mensch, denn

Sprechen ist ein komplexer Vorgang - der ganze Mensch ist beteiligt

Immer wieder im Leben treffen wir auf Situationen die neue Anforderungen an uns stellen und neue Aufgaben beinhalten. Selbstverständlich sind wir dann ein wenig nervös und haben Lampenfieber.Wir wollen selbstbewusst auftreten, aber unsere Stimme verrät unsere Aufgeregtheit:

Durch eine leicht verspannte Körperhaltung verändert sich die Atmung (Siehe Atemtechnik) , oftmals fangen wir an, von der Tief- (Bauch-) Atmung in die Flach- (Brust-) Atmung zu wechseln, damit verändert sich auch die Effizienz, die Leistungsfähikeit unserer Stimme. Wir müssen uns räuspern, unsere Stimme wird leiser und höher.

Der erste unbewusst aufgenommene Eindruck von uns entsteht, und auch die erste nonverbale Reaktion auf uns.(siehe auch Stimmtonlagen und ihre Wirkung auf den Zuhörer)

Zwei mögliche Beispiele :

1.Beispiel: Eine neue Situation (das kann ein Kreditantrag, ein Vorstellungsgespräch, meine erste Präsentation, ein wichtiges Verkaufsgespräch, ein öffentlicher Auftritt und vieles mehr sein), ich bin nervös. Vorbereitet habe ich mich gut, aber ich habe "Schmetterlinge im Bauch". Klar, dass ich nicht entspannt stehe/sitze, fühle ich nicht einen Kloß im Hals sitzen(?), räuspern hilft(?), ich fange zu sprechen an. Oh, viel zu leise, ich verstärke resolut meine Stimme, sie wandert nach oben, ist aber doch schon etwas lauter geworden. Diese Stimme außerhalb des Indifferenzbereiches vermittelt nonverbal Gefühle, unbewußt sende ich Informationen aus, die die Gefühlsaufnahme meiner Zuhörer mir gegenüber aktiviert.

Die Reaktion des/der Zuhörer(s) lässt auch nicht lange auf sich warten. Eine Stimme im Obertonbereich vermittelt zunächst mal das Gefühl "hier ist jemand unsicher oder ängstlich". Kontrollierend werde ich betrachtet, warum ist er/sie unsicher, hat er/sie sich schlecht vorbereitet, einfach keine Ahnung, ist er/sie überfordert? Dieses Spiegelbild von mir bekomme ich von den Zuhören zurück. Auch ich registriere die abwartende, reservierte, fragende Körperhaltung und Mimik. Wie Sie sich vorstellen können, hebt dies nicht gerade mein Selbstbewußtsein, meine Stimme wird noch instabiler, und obwohl ich perfekt vorbereitet bin, wird dieses erste Mal sicher nicht zu meinen Erfolgen zählen und ich werde viel Überzeugungsarbeit leisten müssen, sofern ich überhaupt noch einmal die Gelegenheit bekomme, dies auch zu tun.

Wie ging es dem Zuhörer inzwischen? Nachdem er mich abwartend und prüfend betrachtet hat, nimmt er die weitere Information auf: er/sie ist unsicher! Je nach Gemütszustand des Zuhörers wird er entweder mich eingehend (im Detail) betrachten und ein erstes Urteil über mich fällen, um dann, ohnehin schon abgelenkt, sich seiner eigenen Gedankenwelt zuzuwenden, oder er prüft akribisch meine Formulierungen nach ihrem Aussagegehalt, um mich vielleicht als Schwätzer zu entlarven oder meine Unfähigkeit beweisbar zu entdecken.

SO ABER KÖNNTE ES SEIN!

.....Schmetterlinge im Bauch. Aufrecht, gerade stelle/setze ich mich hin, damit meine Atmung unbehindert fließen kann. Bewusst atme ich aus, um dann tief in die Bauchatmung einzuatmen. Jetzt bin ich voller Kraft und Energie.Meine ersten Sätze in der Indifferenzlage erklingen laut und kraftvoll. Ich höre mich und diese "technisch hervorgerufene" Energie, das bin ich, jawohl. Mutig spreche ich weiter und mein Lampenfieber verwandelt sich in positive Energie, die mir zu einem Höhenflug verhilft.

Der Zuhörer nimmt diese erste Ruhe und die erste Energie auf : prima, da scheint der Redner ja kompetent zu sein und Ahnung zu haben, und schaut mich erwartungsfroh an. Dieses Feedback bestärkt mein Selbstbewusstsein, meine Nervosität verfliegt und ich bin nun tatsächlich fähig, meine Inhalte selbstbewusst zu vermitteln.

2.Bsp.:In einer Diskussionsrunde ergreife ich das Wort. Ich bin innerlich erregt, vergesse zu atmen, meine Stimme überschlägt sich oder wird massiv zu laut.

Als Antwort erhalte ich persönliche Angriffe, die wenig mit dem Thema zu tun haben und mich noch mehr erregen. Für den objektiven Betrachter bin ich unsachlich geworden, engstirnig, oder hysterisch und aufbrausend. Dabei bin doch ICH bei dem Thema geblieben!

Meine Stimme hat vom Inhalt abgelenkt und Gefühle vermittelt, persönliche Gefühle, deshalb werde ich persönlich angegriffen, außerdem hat der Diskussionspartner ja auch gemerkt, dass ich mich persönlich betroffen fühle und somit eine andere Angriffsmöglichkeit angeboten habe. Die ich objektiv betrachtet ja auch ausgelöst habe. Ich bin der Verursacher und damit ist der persönliche Angriff erstmal augenscheinlich gerechtfertigt und ich bin/ wirke nicht mehr sehr überzeugend, auch wenn mein Diskussionsbeitrag der fruchtbarste gewesen wäre.Vieleicht ist da noch ein Dritter, der meine Idee aufgreift und sachlich ruhig die Lorbeeren einheimst.

SO ABER KÖNNTE ES SEIN

Gerade weil ich merke, dass ich mit meinem Gefühl involviert bin, setze ich meine Stimme bewußt tiefer und spreche bewußt betonter und mit vielen Pausen.TECHNIK! Damit erreiche ich, dass jeder zuhören kann, die Aufmerksamkeit sich erhöht und ein Eindruck entsteht, dass ich kompetent bin, selbstbewußt, selbstsicher und überlegt dieses Thema behandle.

Wie auch immer ich mich fühle, ich kann jederzeit, wenn ich es brauche und es für mich wichtig ist, einen selbstsicheren Eindruck erzeugen mit Hilfe der Sprechtechnik. Ich werde gehört! Ich kann mich kompetent und selbstsicher präsentieren Jederzeit und in jeder Situation. Wenn ich dies will!

Die Kraft, die Energie, die wir in uns haben, die von unsere Stimme vermittelt wird, diese Kraft des Ausdrucks unserer Persönlichkeit finden wir in der Indifferenzlage unserer Stimme.

Die Indifferenzlage nutzen wir täglich unbewusst. Aber um unsere Dynamik und Ausdrucksstärke jederzeit vermitteln zu können, empfiehlt es sich, die Indifferenzlage bewusst zu trainieren, um erstens bewußt zu wissen, welche Töne bei mir speziell in der Indifferenzlage liegen, und zweitens selbstbewusst mit der Stimme den Eindruck von sich vermitteln zu können, den man auch vermitteln wollte!

Wir können die Stimme beherrschen,

NICHT DIE STIMME UNS!

Sie ist unser Ausdruck, unsere Visitenkarte,

der erste Eindruck den wir vermitteln!

Welcher Personalchef will bei einem Einstellungsgespräch wirklich wissen, daß es uns heute schlecht geht, wir Zahnschmerzen haben? Welcher Bankdirektor freut sich über eine leidende Stimme bei der Kreditanfrage, welcher Zuhörer will tatsächlich wissen dass Sie Eheprobleme haben, wenn Sie über Motorentechnik referieren sollen. Für jede Information gibt es einen richigen Zeitpunkt. Nicht alle Informationen zur gleichen Zeit sind sinnvoll.Überlegen Sie vorher, was Sie wirklich wollen, wenn Sie mit Menschen verbal in Kontakt treten, ob es zur Entspannung dient - dann können Sie ihrer Stimme und Ihren Gefühlen freien lauf lassen - oder ob Sie eine zielgerichtete Information vermitteln wollen.

Zum Schluss dieser Seite möchte ich noch ganz kurz das Thema MOBBING streifen:

Auch hier laufen zum Teil Machtkämpfe mit verbalen Mitteln ab. Sollten Sie sich gekränkt, angegriffen fühlen, wird man dies Ihrer unbewusst geführten Stimme anhören und der Mobber weiß nun, wo er ansetzen muss!

Manchmal entsteht ein Mobbingprozess völlig unbewusst von allen Mitarbeitern gegen einen Mitarbeiter. Dazu ein Beispiel:

Sie haben Eheprobleme und fühlen sich nicht gut, Ihre Stimme liegt im Obertonbereich. Erster.Mitarbeiter ist wütend über seinen Sohn, er hört ihre Stimme und läßt, ohne sich selbst darüber klar zu sein, warum es SIE erwischt, seine Wut an Ihnen aus. Sie sind noch verletzter, da dies ja ungerechtfertigt war. Zweiter Mitarbeiter will, dass Sie jetzt sofort eine Aufgabe erledigen und Ihre begründeten Argumentationen in der Obertonstimme, weshalb sie dies nicht übernehmen können, beantwortet er nur mit dem Urteil, dass Sie unfähig seien. Ihre Stimme, unbewußt geführt, wird aufgrund der vielen Ungerechtigkeiten nicht von alleine in die Indifferenzlage zurückwandern, und so verstärkt sich die Situation, bis Sie gehen(?)

Bewusste Stimmführung ist bewusste Lebensgestaltung!

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